Ich und du, oder warum zuviel Glück nicht auszuhalten ist…

Wenn ich ich sage, dann ist dass nicht so einfach. Denn meine ich mit „ich“ mich? Also mich als einzelne unabhängige Persönlichkeit- also mich -Maxi? Oder meine ich mit „ich“ mich in meiner Gesamtheit, als Zusammenschluss aller Persönlichkeiten?

Das gleiche gilt beim „du“.
Folgende Situation:
Ich ( also Maxi) stehe am Auto und gucke auf den Motor. Das Vehikel hatte freundlicherweise darüber informiert, dass es neues Wischwasser benötige. Dies nun schon ununterbrochen mit einem freundlichem Piiiiiiip alle 10 min seid etwa 3 Tagen. Was bleibt da, als sich dem Willen der Technik zu unterwerfen und es aufzufüllen.
So kam es eben zu dem Blick in den Motor. Dori stand neben mir und schaute ebenso ratlos. Ja wir sind Frauen, und ja wir haben noch nie Wischwasser an diesem Auto aufgefüllt.
Ich hatte den passenden Deckel anvisiert, aber traute mich nicht so recht. Was wenn ich dieses empfindsame Gefährt zerstöre? Also sagte ich: „Öhm…mach du!“
Als Dorie mir dann den Wischwasserkanister aus der Hand nahm und ich fragte: „Ähm…ich dachte ich sollte das machen??“ war das Chaos perfekt.
Dorie meinte: „Aber du hast doch gesagt: mach du!“
Ja, damit hatte sie nicht unrecht. Nur mit „Du“…hatte ich nicht Dorie gemeint…sondern Willi. Also eine Innenperson….
So entstehen Missverständnisse. Wir mussten danach ziemlich lachen.
Im Moment gibt es ohnehin viel zu lachen. Das Leben ist nämlich echt hart…morgens sehe ich den Nebel über den Wiesen aufsteigen während Zaunkönig und Meise um das Streufutter kämpfen und ich die Nase in den Kaffee stecke den Anne gekocht hat. Mittags geht Anne gemütlich über die Hügel spazieren, der Hund vorweg, Dorie an der Seite und der Wind zerzaust das Haar. Oder Aurelia sitze im Sessel mit Blick auf den Garten und sinniert über das Leben. Sam hakt Holz, Julie malt Bilder..….abends wird es dann richtig ungemütlich. Auf der Couch sitzend betrachte ich das knisternde Feuer im Kamin während ich meine Liebste im Arm halte. Ach das Leben ist schon hart…erst recht wenn Urlaub ist.
Und weil dieses Leben so kaum auszuhalten ist, machen wir ab morgen Urlaub vom Urlaub.

Überhaupt, wie soll ich den da anständig depressiv bleiben? Das stört! Wissen die Menschen eigentlich wie schwer das ist, so eine Depression zu pflegen? Das braucht viel Arbeit. Ständig negative Gedanken, schlechte Gefühle aufrechterhalten, sich schlechtes tun. WIE ZUM TEUFEL SOLL DAS SO GEHEN??????
Ok…ich geb. auf. Ich bin restlos glücklich und wünsche euch da draußen das gleiche.
Und immer daran denken….ich ist nicht gleich ich, und mit du ist man auch nicht immer gemeint.

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